trennungsangst.
Alleinbleiben ist für Hunde mit Trennungsangst keine Kleinigkeit, denn die Abwesenheit der Bezugsperson bedeutet Verlust von Sicherheit und Orientierung.
Der Fachbegriff Trennungsstress trifft es dabei genauer, denn es geht weniger um Angst als um einen Stresszustand, unter dem dein Hund nicht nur psychisch, sondern auch körperlich leiden kann. Schon kleine Alltagsreize wie das Greifen nach Schlüssel oder Jacke können diesen Zustand auslösen. Sichtbar wird er aber meist erst dann, wenn dein Hund über längere Zeit bellt, Dinge zerstört oder unsauber wird. Gemeinsam arbeiten wir daran, Belastungen zu reduzieren, Stabilität aufzubauen und deinem Hund das Alleinbleiben schrittweise zu erleichtern.
Zu Beginn steht eine funktionale Verhaltensanalyse auf Basis eines Anamnesebogens und eines ausführlichen Erstgesprächs. Dabei werden Auslöser, Umfeld, Erfahrungen, Haltungsbedingungen, Gesundheit und mögliche Stressfaktoren im Gesamtkontext betrachtet und bilden die Grundlage für die individuell angepassten Trainingspläne.
Du trainierst 4–5 Mal pro Woche für jeweils ca. 20–30 Minuten selbstständig nach deinem individuellen Trainingsplan, filmst die Einheiten und sendest mir die Aufnahmen zu. Durch die tägliche Auswertung deiner Videos kann ich das Training fortlaufend an euren aktuellen Stand anpassen und euch eng durch den gesamten Prozess begleiten, sodass auch relevante Alltagsreize gezielt mit ins Training einfließen können. Nach fünf Trainingstagen folgen bewusst zwei Pausentage zur Verarbeitung und Regeneration.
Ergänzend dazu finden wöchentliche 1:1-Online-Coachings statt, in denen wir Fortschritte, Fragen und die nächsten Schritte gemeinsam besprechen. Da Trennungsangst in deiner Abwesenheit entsteht, ermöglicht dieses Format eine realistische Beobachtung und ein gezieltes Training, ohne die Situation durch eine anwesende Trainerperson zu verfälschen.
Hinweis:
Auch gesundheitliche Faktoren können das Verhalten beeinflussen. Eine Zusammenarbeit mit deinem Haustierarzt ist bei Bedarf für mich selbstverständlich und Teil meines ganzheitlichen Ansatzes.
Bei komplexeren Verhaltensauffälligkeiten, etwa im Zusammenhang mit Deprivationssyndrom, traumatischen Erfahrungen, Stereotypien oder Zwangsstörungen, kann zusätzlich ein spezialisierter Tierarzt für Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Das weitere Vorgehen stimmen wir in solchen Fällen eng ab, um eine bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.